Wenn wir zwei oder mehr Teile mit einer Schicht Klebstoff verbinden wollen, reden wir von einer Verklebung. Der Klebstoff kann die Materialien zusammenhalten in dem er härtet durch Trocknung oder durch eine chemische Reaktion. Die Haltbarkeit einer Verklebung wird von zwei Faktoren beeinflusst. Die Adhäsion (Grenzflächenhaftung) und die Kohäsion (Innere Festigkeit des Klebstoffes).
Adhäsion
Nehmen wir als Beispiel für eine ideale Adhäsion ein nasses Blatt Papier das an einer Glasscheibe hängen bleibt. Das Blatt Papier klebt sozusagen an der Scheibe. Umso enger der Kontakt zwischen der Oberfläche des Werkteiles und dem Klebstoff ist, desto höher ist die Adhäsion. Das ist nur möglich, wenn sich zwischen Klebstoff und Werkteil keine Fremdstoffe befinden. Deshalb sollen die Klebeflächen sauber, fett- und staubfrei sein. Durch anrauen der Materialoberfläche mit Schleifpapier kann die Adhäsion verbessert werden, weil dadurch eine Vergrößerung der Oberfläche erreicht wird und das Werkstück gleichzeitig von Fremdkörpern gesäubert wird.
So sehen zwei nicht geschliffene Werkstoffe aus, die verklebt werden sollen. Die Oberfläche ist klein und die Adhäsion gering.

So sehen zwei geschliffene Werkstoffe aus, die verklebt werden sollen. Die Oberfläche wurde vergrößert und die Adhäsion verbessert.

So sollten zwei Werkstoffe aussehen, die verklebt werden. Die Oberfläche ist groß und die Adhäsion ist ideal.

Kohäsion
Der Zusammenhalt der Klebstoffteile (Moleküle) untereinander wird als Kohäsion bezeichnet. Je höher die Kohäsion, desto höher ist die Festigkeit des Klebstoffes. Beim kleben nicht unnötig dick Klebstoff auftragen, damit die Kohäsion optimal genutzt werden kann.
Hier wird der Zusammenhalt der Moleküle (rot) zwischen zwei Werkstoffen dargestellt. Desto größer der Zusammenhalt der Moleküle ist, umso besser ist die Kohäsion.

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